Opt-in, opt-out, double-opt-in

Die verschiedenen opt-in/opt-out-Modelle stammen aus dem Bereich des Permission Marketing und beschreiben Zustimmungsverfahren hinsichtlich der Zusendung von Werbung. Als Beispiel wollen wir uns einen per E-Mail verschickten Newsletter ansehen, um die einzelnen Modelle zu beschreiben.

Icons zur Visualisierung der opt-in/opt-out-Modelle

Opt-in-Modell:

Bei diesem Modell geht es darum, dass der Empfänger eines Newsletters explizit sein Einverständnis vor dem ersten Versand geben muss. Dieses geschieht in der Regel durch eintragen einer Mailadresse oder weiterer Kontaktdaten in ein entsprechendes Anmeldeformular. Das Problem: prinzipiell könnten auch Daten von Dritten oder falsche Daten verwendet werden, was in der Regel zu Verärgerung führt. 

Double-opt-in-Modell:

Um diese Verärgerung über die Nutzung fälschlicherweise eingetragener Daten zu vermeiden, wurde das double-opt-in-Modell (auch closed-loop opt-in-Modell) entwickelt. Hierbei erhält der angegebene Empfänger eine Nachricht per Mail, um die Anmeldung zum Newsletter zu bestätigen. Dies erfolgt in der Regel durch Klick eines entsprechendes Bestätigungslinks. Technisch gesehen werden die eingetragenen Adressen erst durch die Bestätigung freigegeben und in den Verteiler aufgenommen. 

Rein rechtlich besteht in Deutschland zwar keine Verpflichtung dieses Verfahren anzuwenden, jedoch hat es sich bei seriösen Anbietern im Bereich E-Mail-Marketing etabliert. Auch der Deutsche Dialogmarketing Verband empfiehlt die Nutzung. 

Opt-out-Modell:

Im Gegensatz zu den Opt-in-Modellen geht man beim Opt-out-Modell davon aus, dass eine Zusendung von Newslettern etc. erwünscht ist, bis der Empfänger sich aktiv aus einer Empfängerliste austrägt. Im Bereich der Werbemailings per Post wäre dies die sogenannte Robinsonliste

Dieses Verfahren gilt als höchst unseriös und wurde durch eine Anpassung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb im Jahr 2005 verboten. Seit dem darf eine Zusendung von Werbung, wozu auch Newsletter gezählt werden, nur noch nach vorheriger Einverständniserklärung zugeschickt werden.