Der Start dieser äußert beliebten Plattform begann an der Universität Harvard. Mark Zuckerbergs veröffentlichte über 10.000 Daten von weiblichen Studentinnen an seiner Universität. Diese Daten wurden im Anschluss durch einen Schach-Algorithmus bewertet. So erhielt jede Frau auch eine passende Note. Dies war der Start von Facemash.com welches Zuckerberg im Oktober 2003 online stellte. Da nicht nur die Daten online gestellt wurden sondern auch die Fotos der betreffenden Frauen, gab es nach massiven Protesten die Einstellung der Seite.
Im Februar 2004 gründete Zuckerberg mit seinen Studienkollegen Saverin, Moskovitz und Hughes an der Harvard University Facebook. Der Dienst war am Anfang zunähst nur lokal auf die Universität beschränkt.
Facebook und wie alles anders wurde
Warum hat Facebook einen so hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft? Als es bei Facebook aufgrund eines technischen Problems eine vorübergehende Abschaltung gab, war diese Meldung wichtig genug um von der Tagesschau im Abendprogramm erwähnt zu werden.
Zu Beginn erhielt jeder User seine eigene Profil-Seite mit der Möglichkeit öffentliche Nachrichten zu hinterlegen. Es bestand aber auch schon die Möglichkeit Freunde einzuladen, Events zu bestimmen, Kleinanzeigen zu starten oder einfach nur simpel zu chatten.
Der riesige Erfolg dieser Web 2.0 Präsenz liegt wohl in der Möglichkeit Informationen innerhalb von wenigen Sekunden einer sehr großen Anzahl von Menschen zu Verfügung zu stellen. Ist der User Mitglied bei Facebook so ist er nie allein. Egal wie speziell oder auch selten sein Hobby ist, auf Facebook findet der User immer Benutzergruppen, Foren oder Events. Die Zeit des „Alleinseins“ ist vorbei. Auf der Social Media Seite findet sich immer ein Ansprechpartner, eine Person mit der man Leid oder Freude teilen kann.
Die ständige Erreichbarkeit, die Entstehung einer Schwarmintelligenz führten zu einem völlig neuen Umgang mit diesem Medium. Junge Menschen veranstalteten sogenannte „Flash Mobs“. Sie trafen sich zu einer bestimmen Uhrzeit auf öffentlichen Plätzen.
Um den Tod von Micheal Jackson mit einer fünfminütigen Tanzeinlage zu betrauern. Andere Flash Mobs trafen sich in London auf dem Piccadilly Circus um für eine kurzen Zeitraum in Bewegungslosigkeit zu verharren. Andere Gruppen fanden es lustig halbnackt in der U-Bahn zu sitzen.
Aber auch Gewalt gegen Zivilpersonen wird durch das Medium Facebook so schnell verbreitet, dass es ganze Regime stürzen kann. Ob nun Hosni Mubarak in Ägypten oder das aktuelle Beispiel in Syrien, Facebook entwickelt sich immer schneller zu einem gesellschaftlichen Motor der die Welt verändert.

